Donnerstag, 23. Oktober 2014

Das Bubu hat anscheinend einen "Sprung"...

Hallo ihr Lieben



Vielleicht besitzt ihr ja auch das Buch 'Oje, ich wachse!' von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij. Wir haben es von einer lieben Freundin zur Geburt bekommen. Manchmal hilft es, wenn man weiß, was los ist...
Das Bubu ist im Moment - naja, nennen wir es nett ausgedrückt - schwierig. Es will tagsüber nicht schlafen. Es will keinen Brei. Es will nachts nicht gut schlafen. Es KANN lachen und fröhlich sein, aber nur, wenn ich mal wieder singend und tanzend versuche es bei Laune zu halten.

Brei, Knistertuch, vibrierende Wippe, Schnuffeltuch, Beißring, Greifling, Schnuller, Liederbuch - es hilft nichts...


Es MUSS nicht lachen. Sobald ich mich abwende, lacht es nicht mehr. Es heult, kreischt, bockt - daheim aber auch sehr gerne in der Öffentlichkeit. Jedes Mal erntet man eine Blickpalette: Von eher wohlgemeintem "oh je, was hat es denn?", getuscheltem oder laut formuliertem "es hat bestimmt Hunger / ihm ist bestimmt kalt" zu sich abwendenden Menschen mit verzogenen Gesichtern und dem Gesichtsausdruck der besagt "schau mal, noch so ein ungezogenes Kind / warum darf so was überhaupt raus". Ich denke, dass jede Mama das schonmal erlebt hat. Man selbst wünscht sich einfach nur ein ruhigeres Baby. Man ist nach einigen Tagen ohne Schlaf angespannt, frustriert und ausgelaugt.
In solchen Momenten ist Mutterschaft echt wahnsinnig schwer. Man muss die eigenen enttäuschten Gefühle zur Seite schieben, tief - wirklich sehr tief- einatmen und weitermachen. An solchen Tagen wünschte ich, dass die Familie doch etwas näher dran wohnen würde, der Mann doch das Jahr Elternzeit genommen hätte und und und... Es hilft manchmal 'Kopf hoch' einfach als Matra des Sprungs zu verwenden.
Aber das Gute ist, dass man weiß, dass es irgendwann besser wird. Ich hoffe sehr, dass irgendwann bald ist. Sehr bald. Die letzten Beiträge sind nämlich meist spät abends von mir geschrieben worden, denn das ist die einzige freie Zeit. Nur die Fotos kann man wenn man kein Fotostudio hat nur tagsüber mit Kind im Tuch/auf dem Arm machen.
Einen positiven Aspekt hat die Zeit während eines Entwicklungssprunges: Man lernt, dass der Körper anscheinend ungeahnte, verborgene Reserven hat. Dass man sich auf seinen Partner verlassen kann. Dass man das Bubu doch so sehr liebt, obwohl es unausstehlich ist. Am Ende geht man als starkes Doppelgespann bzw. Dreiergespann mit dem Papa hervor und ist stolz, dass man gemeinsam alles durchstehen kann!
Ich freue mich trotzdem, wenn der Sprung geschafft ist... denn danach kommt wieder die gute Zeit, die allen wesentlich mehr Spaß macht und das Baby ist wieder ein wenig weiter mit seiner Entwicklung vorangekommen...

Alles Liebe, 
Pilinka 

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