Mittwoch, 15. Oktober 2014

Mini-Tutorial: Knistertuch

Hallo ihr Lieben,

Seit ein paar Tagen begeistert sich das Bubu umheimlich stark für knisternde Dinge. Sei es die Tüte der Cornflakes, das Behältnis der Duftbeutel, eine Taschentuchpackung, sie flippt förmlich mit allem was knistert aus. Es ist eine Freude anzusehen, wie sehr sich ein Kind über ein Knistern freuen kann. Das Bubu wedelt wie wild mit den Ärmchen und lacht.
Wir haben ein paar Spielzeuge, die Knisterfolie eingenäht haben, aber leider sind es nur kleinere Teile. Für die (noch relativ) grobmotorischen und unkoordinierten Fähigkeiten eines fünf Monate alten Babys also recht schwer zu knistern. Was muss also her? EIN KNISTERTUCH!!!

Da ich von einer sehr zuverlässigen Quelle weiß, ist es nicht möglich Knisterfolie bei uns In Rostock im Einzelhandel zu erstehen. Falls jemand weiß wo, dann her mit dem Einkaufstipp! Aber meine Quelle sagte mir, dass man sonst auch Bratenschlauch nehmen könnte. Mmh, klar: knistert, ist Temperaturbeständig und gibt hoffentlich keine größeren Mengen Weichmacher ab. Da vertrau ich mal auf die Industrie, die solche Dinger bei extremen Temperaturen getestet und schließlich zur Zubereitung von Lebensmitteln zugelassen hat.

So und nun eine kleine Beschreibung, wie man so ein einfaches Knistertuch herstellt:

1. Alles Utensilien bereitlegen: 
    - Stoff (Oberseite und Unterseite) in einer Größe eurer Wahl
    - Bratschlauch
    - Webbänder
    - Stecknadeln, Garn, Nähmaschine (oder einfache Handarbeit)


2. Der zugeschnittene Bratschlauch kommt ganz nach unten. Ich habe den Bratschlauch doppelt gelegt, damit es ordentlich knistert. 

3. Der erste Stoff kommt mit der schönen Seite nach oben drauf. 

4. Die Webbänder werden gefaltet (und können einmal gebügelt werden, damit sie sich nicht schnell wieder auffächern) und werden mit der Lasche in Richtung des Stoffinneren positioniert.

5. Der zweite Stoff kommt mit der schönen Seite nach unten auf den Stapel. Ihr seht also die Rückseite.

6. Alles mit Stecknadeln feststecken, dabei eine kleine Wendeöffnung frei lassen. Am besten ist es, wenn ihr euch die Öffnung mit sekrechten Stecknadeln markiert, dann näht man nicht doch gedankenwerloren weiter...

7. Drumherum nähen. Die frei gelassene Wendeöffnung bleibt offen. Knappkantig die Nahtzugabe zurückschneiden.

8. Vorsichtig wenden. Ich nehme immer einen die stumpfe Seite eines Stifts um die Ecken besser rauszudrücken.

9. Die Nahtzugabe, die jetzt aus der Wendeöffnung lugt, schön einschlagen. Einmal komlett an der Kante entlang absteppen und gut verriegeln.

Ihr denkt: "Wow, das geht zu schnell?" "Bilder wären schön." "Anleitung schön und gut, ich verstehe nur Bahnhof!"

Kein Problem. Ich habe euch eine kleine Bilderfolge zusammengebastelt, wo jeder einzelne Schritt zu sehen ist: 


 Ihr seht, das schafft jeder! Ganz einfach, mit Resten schnell genäht und ein schönes Mitbringsel. Wenn das Bubu aus dem Mittagsschläfchen erwacht, wird es sich freuen...

EXTRA-TIPP:

Beim Spielball sind mir einige Webbänder nach dem Waschen ausgefranst. Sie kommen einfach aus der Naht raus. Das ist nicht nur doof, sondern auch gefährlich für das Bubu. Ihr (wenn ihr schon erwachsen seid!!!) könnt die Webbänder gefaltet kurz an eine Flamme halten, dann "schmelzen" sie ein bisschen ein und können sich schlechter aus den Nähten lösen. Vielleicht könnte man die Webbänder auch schon vor dem Einnähen zusammennähen. Ich habe zusätzlich nach dem ersten Nähen (also vor dem Wenden), die Webbänder nochmals abgenäht. Das sollte jetzt halten. Falls ihr noch andere Tipps habt, dann her damit!


So sieht es "geschmolzen" aus.
 
Ich übernehme keine Haftung, wenn bei euch was nicht klappt. Aber dieses Minitutorial sollte jeder umsetzen können...

Liebe Grüße, 
Pilinka

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