Freitag, 14. November 2014

Baby-Ernährung: Stillen

Hallo ihr Lieben,

Seitdem das Bubu auf der Welt ist, wird es erfolgreich von mir voll gestillt. Hört sich schön an, ist es auch meistens. Aber nur meistens. 
Jede Ernährungsform (Stillen und Flaschenmilch) hat Vor- und Nachteile. In den Medien, Fachzeitschriften, bei den Hebammen und und und wird einem das ja von Anfang an vorgekaut: Stillen ist immer noch das Beste für das neugeborene Leben.
Wenn man stillen kann und es dann tut oder nicht, das bleibt immer die Entscheidung der Mutter.

Ich habe mich dafür entscheiden können und bin meistens froh darüber. Es hat mir wundervolle zweisame Momente mit dem Bubu beschert. Oft "wachsen" Bubu und Mutter zu einem - Papa meist außen vor. Das Bubu nimmt die ganze Aufmerksamkeit der Mutter ein und ich bin der absolute Mittelpunkt für dieses kleine Wesen. Das ist ein schönes Gefühl.
Das Stillen hat bei mir von Anfang an geklappt und nach einiger Zeit haben wir beide herausgefunden, wie wir beide gut miteinander "funktionieren". Ich habe mir von meiner Hebamme zeigen lassen, in welchen Positionen man stillen kann. Ein von lieben Freunden verziertes Stillkissen war die ersten Monate daheim immer mein Stillbegleiter. Außerhalb der eigenen Wände habe ich auch viel gestillt, denn im Sommer kann man sich in Parks immer eine schöne Bank erobern und Freiluft-Stillen... 
"Stillausblick auf die Lüneburger Heide"

"Stillausblick von Deich aufs Wattenmeer"
Ich habe so ziemlich überall gestillt: im Cafè, im Flugzeug, aufm Deich, in der Wiese, im Garten, in Parks, selbst im Stehen auf einer Wanderung ging es irgendwie :)Wie ihr seht, habe ich mich nicht "zurückgezogen", sondern habe Stillen für mich als das natürlichste der Welt angesehen und auch überall gemacht.

Aber es gibt und gab leider auch "schlechte" Stilltage oder -erlebnisse. Manchmal musste sich mein Körper erst auf eine erhöhte Milchmenge einstellen, manchmal schrie das Bubu einfach ohne Grund beim Trinken, manchmal war es frustrierend das Bubu ständig zu füttern. Es gab Zeiten, da wollte sie am besten den ganzen Tag an der Brust hängen. Kann man als Kompliment sehen, in einer solchen  Situation ist es aber nur eine Last. 
Leider gibt es auf der Welt auch Menschen, die einem das Stillen recht unangenehm machen. Auch wenn ich gerne "draußen" stille, bleibt das Stillen eine intime Angelegenheit. Manche Menschen überschreiten die Grenze des guten "Guckens": Glotzen einen an, als würde man sonstwas seltsames machen. Gaffen, als hätten sie noch nie eine Frau beim Stillen eines kleinen Säuglings gesehen. Starren, als wäre man Frischfleisch. Es handelt sich dabei - nach meiner Erfahrung - meist um Männer im Alter von 25 bis 50. Man kann sich ärgern oder einfach mal den Mund aufmachen. 
Klar, man kann auch so einen schicken "Stillumhang" über sich stülpen, für mich wäre das aber echt seltsam geworden.

Dennoch meine Lieben: Ich würde beim nächsten Kind nichts anders machen! Stillen ist echt ein kleines Wunder. Man kann durch eine gesunde Ernährung einfach so sein Kind miternähren und das ist ein tolles Gefühl...

Alles Liebe, 
Pilinka

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